Wer fröhlich ist und lacht, ist gut zu anderen. So, oder so ähnlich, könnte Guerilla-Glück beschrieben werden.
Im Grunde ist die Idee sehr einfach. Statt Reden zu schwingen und Vorhaltungen zu machen, kannst Du Kleinigkeit „aussetzen“, die jemanden anderes einen Moment lang glücklich machen oder von den Alltagssorgen ablenken. Und hoffen, dass die Kleinigkeiten wachsen.
Es ist womöglich wichtiger, dass es etwas persönliches, selbstgemachtes ist, nichts unbedingt geldwertes ist, als das es nützlich sein müsste.
Und es geht NULL darum, mit irgendwas die Welt als ganzes zu heilen. Es geht nur um ein einziges Lächeln.
Und dieses Lächeln kann dann Früchte tragen und sich vielleicht in der Welt ausbreiten.
Am Ende wird die Welt dann doch besser – ausgehend von einer einzigen, kleinen Nettigkeit.
Lass deiner Phantasie freien Lauf! Alles ist möglich!
Ein paar Beispiele. Gerne auch zum Nachmachen.
Der Seifenblasenmann
Bei uns am Ort gibt es jemanden, der viel mit dem Fahrrad unterwegs ist.
Ich weiß nicht, wer es ist. Und ich weiß auch nicht, was ihn dazu bewegt. Schabernack? Verspieltheit? Verworrene Gedanken? Schrulliger Typ?
Es spielt auch keine Geige. Immer, wenn er an Kindern vorbeiradelt, hinterlässt er eine Spur aus Seifenblasen.
Und das macht in dem Moment alle glücklich.
Die Kinder lachen und die großen verkopften unterbrechen ihre Erwachsenengedanken für ein fröhliches „Ohhh wie coool!“.
Steinchen
Sie heißen Pottsteine, Icksteine und und und.
Es sind kleine Steine, die hübsch verziert draußen „ausgesetzt“ werden. Einige werden ganz aufwendig lackiert und sind eigentlich Kunst. Andere sind von Kindern mit ganz, ganz viel Liebe gemacht worden.
Wer einen findet, freut sich. Und oft werden sie dann woanders wieder ausgesetzt – für den nächsten Finder. Eine schöne Art Glück zu verbreiten.
Es gibt sogar Facebook-Gruppen, in denen die Leute dann zeigen, dass sie einen Stein gefunden haben. Manche Steine sind schon quer durch Europa gereist.
Eine schöne Verbindung.
Sorgenwürmchen
Es gibt hier einige Menschen, die kleine, quietsche bunte Würmchen häkeln.
Zusammen mit einem kleinen Gruß kann man sie bei uns am Ort finden. Sie hängen dann, von einem Tütchen geschützt, an Geschenkschleifen an Wegrändern oder an Bänken.
Sorgenwürmchen kann man alle seine Sorgen anvertrauen! Sie fressen die Sorgen auf…
Sie verraten nichts weiter und spinnen glückliche Träume daraus.
Kleine Grußkärtchen
Eine andere Version sind kleine Nachrichten. Einzelne Sätze, man vielleicht selbst gerne hören mag – für andere, unbekannte aufgeschrieben und ausgesetzt.
Dieses kleine Kärtchen habe ich mitsamt einer Antwort in der Betriebskantine gefunden.
Und jetzt Du…
Verbreite ein kleines bißchen Glück. Umarme jemanden. Höre zu. Es ist nicht schwer und jeder hat seine eigene Art.


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