Zimtbär und Ampfereule

Heute hat mein Arbeitstag mit Fotoglück begonnen: ein Morgen, zwei Raupen. Es ist faszinierend, wie eine Raupe meinen Tag erhellen kann.

…Es ist so, dass ich meine Kamera praktisch täglich auf das Werksgelände bringe.
Einmal, weil ich mit meinem Hobby ganz hervorragend gegen das Büroleben anarbeiten kann. Und einmal, weil sich in Industriegebieten viel Gelegenheit zum Fotografieren ergibt, besonders wenn man eine interessante Raupe entdeckt.

Industriegebiete sind einfach fantastisch gute Reviere.
Magere, bindige Böden. Offene Flächen. Viele Stellen, die einfach sich selbst überlassen sind, bieten einen perfekten Lebensraum für Raupen…

Nun ja, selbst an diesen Orten ist es aufregend, eine Raupe zu finden…

Heute habe ich mich an eine vollkommen beliebige Stelle gekniet.
Nur mal schauen… Ganz kurz… möglicherweise findet sich eine Raupe.

Und was soll ich sagen?
Zwei Raupen, keine 50 Zentimeter auseinander!

Beide sind nicht selten in NRW (Ampfereule bei GBIFZimtbär bei GBIF). Aber ich habe beide noch nie gesehen.

Der Zimtbär war wohl noch etwas müde…
Rechts neben dem Bären ist ein klein wenig Schaum an einem Grashalm zu sehen. Da ist ein mir nicht bekanntes Tier – vom aussehen Format „Nacktschnecke“, von der Bewegung irgend etwas anderes – heraus gekommen und hat den Zimtbären angekrochen.
Er hat’s mit wenig Bewegung abgetan…

Die Ampfereule hingegen war schon ganz gut unterwegs:

Allerdings war es an der Blattspreite schon wieder vorbei mit der Regsamkeit.
Ich hatte gehofft, die Raupe beim Futtern zusehen zu können. Aber ich könnte auch nicht essen, wenn mir dabei jemand so zudringlich wird.

Ich habe mir heute außerdem noch ein paar Stellen angesehen, die ich morgen erkunden möchte. Die Entdeckung einer Raupe hat mich neugierig gemacht.
Drückt mir die Daumen!

Nachtrag August 2024

Ich habe am folgenden Tag kein Glück mehr gehabt, eine Raupe zu finden.

Trotzdem. Seit dem habe ich eine tolle Zeit gehabt. Zum Beispiel in diesem Sommer und Spätsommer.

Avatar von Kay Helena

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